100 Fragen zu Corona2021-06-02T18:26:05+02:00
Welche Wirtschaftssektoren gehören zu den Gewinnern und Verlierern der Pandemie?2021-11-08T05:20:22+01:00

Zu den Gewinnern zählt primär der Onlinehandel, der vom Lockdown massiv profitiert hat – die Konsumenten bleiben von den Einkaufsstraßen fern und kauften stattdessen online ein. Auch viele Lebensmittelhändler, die neben Lebensmittel andere Produktgruppen verkauften, haben durch die fehlende Konkurrenz profitiert. Weiterer Gewinner ist die Digitalisierungsbranche, denn viele Unternehmen waren plötzlich auf digitale Kanäle angewiesen. Besonders sind hier Unternehmen zu nennen, die Videokonferenz-Software anbieten. Der Sektor der Online-Bildung ist ebenfalls zu den großen Gewinnern der Pandemie zu zählen. Zukunftsweisend war außerdem mit Sicherheit die wachsende Bedeutung des Gesundheitswesens – hier ist nicht nur aufgrund der Demographie mit einer längerfristigen Entwicklung zu rechnen.

Zu den größten Verlierern zählt der Tourismus mitsamt Flugverkehr – beides kam mit dem Lockdown praktisch völlig zum Erliegen. Damit verbundene Branchen wie die Gastronomie und Hotellerie gehörten ebenfalls zu den Verlierern der Pandemie. Auch körpernahe Dienstleister konnten ihrer Beschäftigung nicht nachgehen und sind deshalb hier zu nennen. Traditionelle Einkaufscenter bzw. Läden mussten ebenfalls zusperren und auf ihre Umsätze verzichten. Außerdem zählen auch Vermieter zu den Verlierern der Pandemie, und hier vor allem solchen im gewerblichen Bereich, weil die Nachfrage nach Büroflächen aufgrund des Home-Office-Trends eingebrochen ist.

Was sind die Gründe dafür, dass viele Unternehmen auf eine solche Krise nicht ausreichend vorbereitet waren?2021-11-08T05:20:24+01:00

Ein wesentliches Problem, das man in der Krise klar gesehen hat, ist, dass viele Unternehmen ein geringes Eigenkapital aufweisen. Der Grund hierfür liegt in der Steuerpolitik: Es gilt eine steuerliche Ungleichbehandlung von Fremd- und Eigenkapital. Die höhere Besteuerung von Eigenkapital im Vergleich zu Fremdkapital führt dazu, dass es für Unternehmen rentabler ist, die Eigenkapitalquote zu reduzieren. Das wiederum führt zu einer größeren Vulnerabilität der Unternehmen in Krisensituationen.

Ein weiteres Problem ist die allgemein hohe Abgabenbelastung, die dafür sorgt, dass Unternehmen oftmals auch nicht in der Lage sind, ausreichende Reserven aufzubauen. Außerdem gibt es oft kulturelle und politische Erwartungen, die den Anreiz, solche Reserven aufzubauen, schwächen. Ein gutes Beispiel liefert die Systemrelevanz: Wenn Unternehmen erwarten, dass sie im Falle von Problemen von den Steuerzahlern gerettet werden, werden sie nur wenige Reserven aufbauen. Vielen Unternehmen fehlte außerdem entweder die Bereitschaft oder die technischen Voraussetzungen, ihren Mitarbeitern Home-Office zu ermöglichen – auch diese waren für diese Krise ungenügend vorbereitet.

Was bedeutet der Zusammenbruch von Lieferketten als Folge der Lockdowns?2021-11-08T05:20:26+01:00

Der Zusammenbruch der Lieferketten führt dazu, dass zahlreiche Güter nicht produziert werden können, weil Inputgüter, welche für die Produktion benötigt werden, fehlen. Weil oftmal auch diese Güter, die aufgrund von fehlenden Inputs nicht produziert werden können, als Inputs für andere Güter benötigt werden, entsteht nach und nach eine Güterknappheit auf allen Ebenen, was schließlich zu Preissteigerungen führen kann. Verschärft wird das noch dadurch, dass die Lieferketten nicht nur zusammengebrochen sind, sondern nun oftmal desynchronisiert sind. Während ein Land den Lockdown verlässt, verhängt ein anderes Land gerade einen neuen Lockdown – so kommt es zu andauernden Störungen der Lieferketten.

Was bedeutet die Krise für Entwicklungsländer?2021-11-08T05:20:28+01:00

Entwicklungsländer stehen beim Kampf gegen die Pandemie vor schwierigen Entscheidungen. Wenn restriktive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen werden, reduziert sich die Wirtschaftsleistung und damit die finanziellen Ressourcen, die langfristig für den Kampf gegen die Armut dringend benötigt werden – beispielsweise für Investitionen in Bildung oder in Infrastruktur. Entwicklungsländer sind auch deshalb besonders betroffen, weil die Reaktion auf die Pandemie in den entwickelten Ländern zu einer deutlich geringeren Nachfrage für die exportierten Güter geführt hat. Das gilt vor allem im Bereich der Rohstoffe: Viele Entwicklungsländer sind für die eigene wirtschaftliche Entwicklung sehr stark auf den Export dieser Rohstoffe angewiesen. Eine sinkende Nachfrage und ein deshalb sinkender Preis trifft diese Länder daher stark. Aufgrund der wegbrechenden Einnahmen und der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit in den Entwicklungsländern stark zu.

Was bedeutet die Krise für die zukünftigen Immobilienpreise?2021-11-08T05:20:30+01:00

Immobilien waren im bisherigen Verlauf der Krise einer der Preistreiber. Grund dafür war primär die Flucht ins “Betongold” als Reaktion auf Inflationsängste nach einer dramatisch ausgeweiteten Geldmenge. Es spricht jedoch einiges dafür, dass diese Entwicklung nicht so weiter geht – vor allem in Städten. Der Trend hin zum Home-Office wird tendenziell eine Abwanderung aus Großstädten in weniger besiedelte Gebiete auslösen. Hierdurch kommt es vermehrt zu Leerständen. Auch Büroflächen werden weniger benötigt, was zu noch mehr Leerständen führt. Das wiederum sorgt für sinkende Preise in Städten. Außerdem trifft das nun mit der Flucht ins “Betongold” erhöhte Immobilienangebot auf eine mittelfristig aufgrund des demographischen Wandels schrumpfende Bevölkerung, was ebenfalls ein sinkendes Preisniveau nahelegt. Es ist jedoch die Preisentwicklung schwierig vorherzusagen, weil sie wesentlich von der Geldpolitik abhängt. Wenn hohe Inflationsraten in Kauf genommen werden, ist es möglich, dass die Immobilienpreise in den nächsten Jahren weiterhin stark ansteigen.

Ist diese Krise in wirtschaftlicher Hinsicht primär eine Angebots- oder Nachfragekrise?2021-11-08T05:20:33+01:00

Das ist schwierig zu sagen, am ehesten handelt es sich sowohl um eine Angebots- als auch um eine Nachfragekrise. Für eine Angebotskrise spricht, dass im Rahmen des Lockdowns und aufgrund eines Zusammenbruchs sowie einer Desynchronisierung der Lieferketten weniger produziert werden konnte. Diverse Güter können auch nicht oder nur schlecht über längere Zeit gelagert werden oder überhaupt nicht auf Lager produziert werden, sodass bei diesen Gütern das Angebot stark absinkt. Für eine Nachfragekrise spricht, dass im Rahmen der Krise Arbeitsplätze verloren gingen und eine hohe Unsicherheit durch mögliche Lockdowns und andere Maßnahmen herrscht. Dadurch gibt es einen hohen Anreiz, Vermögen anzusparen, um auf diese Unsicherheit besser vorbereitet zu sein. Das führt zu einer geringeren Nachfrage. Krisenerscheinungen wie stark steigende Preise treten nur dort auf, wo die Nachfrage stark ansteigt. Das ist beispielsweise im Immobilienbereich der Fall, wo erstens viele auf “Betongold” zur Inflationsabsicherung setzen und zweitens viele im Lockdown die Zeit gefunden haben, Bauprojekte umzusetzen. Das lässt die Preise bei den benötigten Gütern ansteigen, weil in Zeiten des Lockdowns nur sehr schlecht auf diese gestiegene Nachfrage mit einer steigenden Produktion und damit einem steigenden Angebot reagiert werden kann.

Welche Rolle spielen und spielten technologische Innovationen im Rahmen dieser Krise?2021-11-08T05:20:35+01:00

Die größte Rolle spielen naturgemäß jene Innovationen, die es ermöglichen, schnellstmöglich auf die Erfordernisse der Pandemie zu reagieren. Sie sorgen für einen leichteren Umgang mit der Situation und damit dafür, dass die Pandemie für viele Menschen etwas erträglicher wird. Von diesen Innovationen sollen nun beispielhaft ein paar aufgezeigt werden.

An erster Stelle ist die Impfung zu nennen, genauer gesagt die mRNA-Impfung. Auf dieser Technologie basieren die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Zu mRNA-Impfungen wurde zwar bereits einige Zeit geforscht, bei den Impfstoffen der oben genannten Unternehmen handelt es sich jedoch um die ersten mRNA-Impfstoffe, die zur Impfung von Menschen zugelassen wurden.

Im Bereich der Desinfektion und Luftfilterung gab es einen riesigen Anstieg bei den Innovationen, von denen einige bereits auf dem Markt verfügbar sind, zahlreiche mehr aber in den nächsten Monaten und Jahren erwerblich sein werden. Die Innovationen reichen von tragbaren Luftreinigern über Desinfektionsgeräte, die mit UV-Licht arbeiten bis hin zu Atemtests, die innerhalb von einer Minute eine COVID-19-Infektion erkennen können.

Muss das Spannungsfeld zwischen gesundheitlicher und ökonomischer Sicherheit neu gedacht werden?2021-11-08T05:20:38+01:00

Ja. Dieses Spannungsfeld neu zu denken, ist jedoch nicht Aufgabe und Verantwortung von Experten, sondern eines jeden Einzelnen, der dann auch entsprechende Entscheidungen zu treffen hat. Denn die Situation und die Einstellungen jedes Menschen sind andere, sodass sich auch die gewünschten Verortungen in diesem Spannungsfeld deutlich voneinander unterscheiden können. Eine Vorgabe von Handlungsoptionen in diesem Spannungsfeld ist nach Möglichkeit abzulehnen, weil dies zumindest teilweise eine Entmündigung von Bürgern darstellt. Diese können dann nämlich nicht mehr diejenigen Entscheidungen treffen, die ihren Präferenzen entsprechen.

Wie ist der Bewegungsmangel vieler Menschen als Folge der Lockdowns zu sehen?2021-11-08T05:20:41+01:00

Bewegung ist für die Gesundheit essentiell. Zu den Folgen von Bewegungsmangel zählen Kopf- und Rückenschmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck sowie Arthrose und Osteoporose. Zudem führt Bewegungsmangel zu Übergewicht, das durch Muskelabbau und damit verbundenem geringen Kalorienverbrauch noch verstärkt wird. In weiterer Folge kann ein Bewegungsmangel zu Diabetes führen.

Besonders besorgniserregend ist aber, dass Bewegungsmangel zu Stresserkrankungen führt und das Immunsystem schwächt. Gerade in einer Pandemie ist daher Bewegungsmangel etwas, das es unbedingt zu vermeiden gilt. Allerdings wurde der Lockdown von sehr vielen Menschen so gelebt, dass sie überhaupt nur in Ausnahmesituationen das Haus verlassen haben. In diesen Fällen ist ein Bewegungsmangel kaum zu vermeiden. Bei diesen Menschen führt der Versuch, sich besser gegen eine Infektion zu schützen, nach kurzer Zeit zu einer viel höheren Infektionsanfälligkeit. Das kann unter Umständen dazu führen, dass der Lockdown sich als kontraproduktive Maßnahme entpuppt.

Wird im Gesundheitsbereich der Fokus zu stark auf Corona gelegt?2021-11-08T05:20:43+01:00

Ob der Fokus zu stark auf Corona gelegt wird, kann wahrscheinlich erst einige Jahre nach der Pandemie beantwortet wird. Klar ist aber, dass viele der Maßnahmen, die man zur Eindämmung der Pandemie verfolgt, negative gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen. So sorgt der Lockdown beispielsweise für Bewegungsmangel und andere physische Probleme sowie psychische Probleme wie beispielsweise Angststörungen. Zudem wurde wegen der Pandemie auf viele Vorsorgeuntersuchungen verzichtet, und eigentlich dringende Operationen wurden abgesagt oder verschoben. Dass die Konsequenzen dessen – zumindest öffentlich – kaum thematisiert wird, legt zumindest die Vermutung nahe, dass momentan ein zu starker Fokus auf die Eindämmung von Corona gelegt wird. Dafür spricht auch, dass immer mehr Forscher und Experten im Gesundheitsbereich darauf hinweisen, dass die Folgen strikter Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung in einer Gesamtbetrachtung negativ für den Gesundheitsbereich sind.

Wie kann sichergestellt werden, dass sich eine breite Mehrheit eine informierte Meinung bilden kann?2021-11-08T05:20:46+01:00

Hierfür ist ein radikales Umdenken auf gesellschaftlicher Ebene notwendig. Viel zu viele Menschen scheinen zu glauben, jemand mit anderen Meinung würde etwas Böses im Sinn haben. Der Stellenwert kritischer Stimmen hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgenommen, ihnen wird oft schon mit offener Feindseligkeit begegnet. Viele Menschen fühlen sich von kritischen Stimmen angegriffen, statt sie als Möglichkeit zur Überprüfung der eigenen Argumente wahrzunehmen. Das oberste Ziel im Umgang mit kritischen Stimmen scheint oftmals nicht das Zuhören und Verstehen zu sein, sondern das Umstimmen, sodass aus kritischen unkritische Stimmen werden. Diese Entwicklung ist keine, die einer Gesellschaft würdig ist, die sich als aufgeklärt versteht.

Um sicherzustellen, dass sich eine breite Mehrheit eine informierte Meinung bilden kann, ist es notwendig, dass diese Mehrheit einen anderen, offeneren Umgang mit kritischen Stimmen übt. Erst dann wird sich eine Atmosphäre einstellen, die eine echte Meinungsdiversität erlaubt, weil Menschen mit abweichenden Meinungen nicht gebrandmarkt werden und soziale Ächtung fürchten müssen. Diese Menschen mit abweichenden Meinungen sollten dann auch gehört werden, sofern sie ihre Meinungen mit Argumenten unterlegen können und wollen. Eine vorhergehende Zensur ist im Bestfall völlig zu unterlassen.

Wichtig ist jedoch auch, dass die Mehrheit die Mittel hat, die notwendig sind, um die Argumente gegeneinander abzuwägen. Hierzu zählt die Bildung, die jedoch nicht alleine Aufgabe der Schule sein kann. Die Welt verändert sich heute viel zu schnell – das Wissen, das in der Schule erlernt wird, ist oft schon kurze Zeit später veraltet. Das gilt vor allem im Bereich der Technologie. Daher ist die wichtigste Aufgabe der Schule, zu lehren, wie man an Wissen kommt. Mithilfe des Internets ist das heute zwar relativ einfach, aufgrund des Umfangs an Information aber oft überwältigend. Wenn die Mehrheit die Argumente auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Informationen überprüfen kann und das auch macht, steht unter der Voraussetzung einer öffentlichen Meinungsdiversität der Bildung einer informierten Meinung nichts im Wege.

Ist ein Ausgrenzen kritischer Stimmen hinsichtlich der Lockdowns oder der Impfungen sinnvoll oder gefährlich?2021-11-08T05:20:48+01:00

Kritische Stimmen sind essentiell für eine gut informierte Meinungsbildung. Für eine solche ist es nämlich (nach Möglichkeit) notwendig, die Argumente aller Seiten zu hören und sich anschließend ein Bild über diese Argumente zu machen. Wenn kritische Stimmen aus bestimmten Richtungen verschwiegen oder bereits im Vorhinein in bestimmte Ecken gestellt werden, ohne sie überhaupt zu Wort kommen zu lassen, führt das zu einer einseitigen (und meist oberflächlichen) Beschäftigung mit der Thematik. Deshalb stellen kritische Stimmen die Grundlage jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem Thema dar.

Ein Unterdrücken oder Verschweigen kritischer Stimmen bedeutet, dass man fürchtet, sich im direkten argumentativen Wettstreit – zumindest in den Augen eines Publikums, das oft mehrheitlich aus Laien besteht – nicht durchsetzen zu können. Wenn es dabei um Zwangsmaßnahmen wie den Lockdown geht, ist das umso problematischer, weil man die Menschen zu etwas zwingt, von dem man fürchtet, es nicht ausreichend mit überzeugenden Argumenten untermauern zu können.

Die Sinnhaftigkeit einer solchen Ausgrenzung wird oft mit dem Argument behauptet, dass dadurch die Bereitschaft zur Regelbefolgung gewährleistet wird. Dabei wird jedoch bereits die Richtigkeit oder Sinnhaftigkeit der jeweiligen Regel vorausgesetzt, und eine solche Einschätzung kann erst nach individueller sorgsamer Abwägung der Argumente aller Seiten getroffen werden. Wenn nach einer solchen Abwägung die Bereitschaft zur Regelbefolgung abnimmt, ist das primär ein Signal, dass es sich um eine wenig sinnvolle Regel handelt. Gefährlich sind daher kritische Stimmen nur hinsichtlich jener Maßnahmen, die wenig sinnvoll sind und Argumenten nicht standhalten – und gerade deshalb sind kritische Stimmen in diesen Fällen notwendig. Sinnvolle Maßnahmen haben durch kritische Stimmen nichts zu befürchten, denn sie lassen sich über bessere Argumente rechtfertigen. Eine Ausgrenzung kritischer Stimmen ist daher immer gefährlich, und in einer Atmosphäre der Angst umso gefährlicher: In einer solchen Atmosphäre werden Fehlentscheidungen wahrscheinlicher – und wenn kritische Stimmen nicht gehört werden, fehlt das natürliche Korrektiv, das notwendig ist, um diese Fehlentscheidungen zu entdecken und zu korrigieren.

Ist eine Rückkehr des Protektionismus zu erwarten?2021-11-08T05:20:51+01:00

Vor dem Hintergrund von Güterknappheiten infolge des Zusammenbruchs und der anschließenden Desynchronisierung der Lieferketten könnten Bestrebungen, deren Ziel wirtschaftliche Unabhängigkeit ist, neuen Zulauf bekommen. Das ist verständlich und als solches auch nicht grundsätzlich abzulehnen, weil durch Regionalität unter Umständen die Versorgungssicherheit besser gewährleistet werden kann.

Gleichzeitig hat diese Regionalität aber auch negative Konsequenzen, die zu berücksichtigen sind. So sind beispielsweise höhere Preise durch ein geringes Niveau an Arbeitsteilung und höhere Lohnniveaus zu erwarten. Außerdem ist durch das geringere Niveau an Spezialisierung mit einer geringeren Qualität der Güter zu rechnen. Wenn die Konsumenten bereit sind, diese Schlechterstellung zu akzeptieren, spricht nichts gegen eine Regionalisierung der Wirtschaft, weil diese den Bedürfnissen der Konsumenten entspricht. Anders sieht es aus, wenn diese Regionalisierung mit politischen Mitteln durchgesetzt wird, wenn also protektionistische Regeln umgesetzt werden, weil dadurch die Bedürfnisse zumindest einiger Konsumenten nicht respektiert werden und diese deshalb geschädigt werden. Eine Rückkehr eines solchen Protektionismus ist zwar unter dem Motto der “Stärkung der österreichischen Wirtschaft” erwartbar, aber jedenfalls abzulehnen.

Inwiefern wurde die Bewegungsfreiheit auf internationaler Ebene eingeschränkt und welche Probleme bringt das mit sich?2021-11-08T05:20:56+01:00

Der Flugverkehr wurde weitestgehend völlig eingestellt, was alleine schon ausreicht, um die Bewegungsfreiheit auf internationaler Ebene deutlich einzuschränken. Internationale Reisen mussten abgesagt werden, grenzüberschreitende persönliche Kontakte kamen oft zum Erliegen. Dass durch diese Entscheidung sowohl das soziale Leben vieler Menschen als auch einige wirtschaftliche Kontakte empfindlich gestört wurde, ist offensichtlich.

Außerdem brachen Lieferketten in vielen Bereichen zusammen. Teilweise war das auch auf die Einschränkungen an den Grenzen zurückzuführen. Dabei ist anzumerken, dass die meisten Betriebe heute im Rahmen der Just-in-time-Produktion operieren, sodass hohe Lagerkosten vermieden werden können. Wenn dann jedoch die Lieferketten zusammenbrechen, bedeutet das, dass nicht produziert werden kann. So kommt es zu einer geringeren Produktion und Engpässen bei einigen Gütern.

Oftmals wurde die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf internationaler Ebene damit begründet, dass der Virus vor allem durch Ausländer in das Land gebracht wird. In vielen Fällen war diese Begründung nicht ausreichend gerechtfertigt, weil nur ein kleiner Teil der Infektionen durch aus dem Ausland Einreisende zurückzuführen war. Sie wurde aber genutzt, um unangenehmen Fragen zu eventuellen Fehlentscheidungen in der Pandemie ausweichen zu können. Die Verantwortung lag so nicht bei den eigenen politischen Entscheidungen, sondern bei jenen im Ausland. Das Problem hierbei jedoch: Die Begründung ist geeignet, um Ressentiments gegenüber Ausländern entstehen zu lassen.

Inwiefern wurde die Bewegungsfreiheit auf lokaler Ebene eingeschränkt und welche Probleme bringt das mit sich?2021-11-08T05:20:59+01:00

Der Lockdown brachte hier deutliche Einschränkungen mit sich. Es gab Einschränkungen bei Verlassen des Hauses – es durfte nur noch im Falle verschiedener Bedingungen außer Haus gegangen werden. Das führt unter anderem dazu, dass sich bei vielen Menschen ein Bewegungsmangel einstellt, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Zudem kann sich ein ständiges Aufhalten in den eigenen vier Wänden auf die mentale Gesundheit auswirken, sodass es zu psychischen Problemen bis hin zu Depressionen kommen kann.

Auch Treffen mit Mitmenschen wurden sehr schwierig gemacht oder in manchen Fällen unmöglich gemacht. Darunter leiden natürlich die sozialen Kontakte und die soziale Kompetenz. Außerdem sorgt ein solches Wegbrechen sozialer Kontakte oft für psychische Probleme, weil eine Vereinsamung stattfindet. Auch eine Angst vor den Mitmenschen kann sich in den Köpfen festsetzen, wenn politisch jeder Mensch als ein Infektionsrisiko behandelt wird und entsprechend der Kontakt zwischen Menschen weitgehend untersagt wird.

Das Abriegeln von Regionen führt schließlich dazu, dass Verwandte oder Bekannte auch in Notfällen nicht oder nur sehr schwer greifbar waren. Auch wirtschaftlich ist es problematisch, weil so weder Menschen von außerhalb, die in der Region arbeiten, einreisen konnten, noch Menschen in der Region zu ihrem Arbeitsplatz kommen konnten, wenn dieser außerhalb der Region lag.

Was bedeutet die Pandemie für die Balance zwischen individueller Freiheit und Sicherheit?2021-11-08T05:21:08+01:00

Die Pandemie hat gezeigt, dass in Zeiten der Angst sehr viele Menschen bereit sind, für ein Mehr an (gesundheitlicher) Sicherheit weitgehend auf ihre individuelle Freiheit zu verzichten. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen zu den Maßnahmen, dass der Verzicht auf die individuelle Freiheit nicht zu einem Mehr an Sicherheit geführt hat. Im Gegenteil – ein solcher Verzicht führt in eine Sackgasse der trügerischen Sicherheit, die am Ende wesentlich mehr Unsicherheit für den bereithält, der sie beschreitet. Ein Verzicht auf individuelle Freiheit, um mehr Sicherheit zu erlangen, erfüllt also ihre Funktion nicht. Für die Balance zwischen individueller Freiheit und Sicherheit bedeutet das, dass die individuelle Freiheit im Normalfall nicht für Sicherheit aufgegeben werden sollte, dass also im Normalfall bei der Abwägung zwischen individueller Freiheit und Sicherheit die Freiheit maximiert werden sollte.

Für welche Personengruppen kann Home-Schooling eine gute Alternative sein?2021-11-08T05:21:10+01:00

Home-Schooling kann eine gute Alternative für alle sein, die in der Lage sind, sich das Wissen selbständig oder mit Hilfe ihres Umfelds anzueignen. Zudem ist Home-Schooling notwendig für Kinder, die oft Ortswechsel vollziehen – beispielsweise, weil der Arbeitsplatz ihrer Eltern dies erfordert. Durch Home-Schooling sind diese Kinder sowohl orts- als auch zeitunabhängig.

Home-Schooling ist jedoch keine gute Alternative für Kinder, die ohne die Schule wenig Sozialkontakte mit Gleichaltrigen haben, weil sie dann eventuell soziale Defizite aufbauen. Wenn Kinder jedoch diese Sozialkontakte haben, keinen merklichen Leistungsabfall der Schulleistungen bei Home-Schooling zeigen und sich das geforderte Wissen aneignen, spricht nichts gegen das Ermöglichen von Home-Schooling als Alternative.

Ist nun ein Strukturwandel hin um Home-Schooling zu erwarten?2021-11-08T05:21:16+01:00

Aufgrund der Tatsache, dass das Home-Schooling in der Pandemie für einige Kinder gut funktioniert hat, ist das eine Veränderung, die erwartbar ist. Besonders wird dies von Kindern in Anspruch genommen werden wollen, die sich in der Schule – aus welchen Gründen auch immer – unwohl fühlen und zu hause bessere Lernleistungen erbringen.

Dieser Strukturwandel ist eine gute Nachricht, weil er die Schulen mehr als noch zuvor zwingt, den Schülern ein Umfeld bereit zu stellen, in dem sie sich wohl fühlen. Zudem muss auch die Qualität der Bildung in den Schulen zumindest so gut sein, dass sich Home-Schooling für die meisten Schüler und Eltern nicht lohnt. Insofern stellt dieser Strukturwandel daher einen zusätzlichen Anreiz für eine möglichst hohe Qualität in der Bildung dar, was angesichts mittelmäßiger Ergebnisse österreichischer Schüler im internationalen Vergleich auf jeden Fall zu begrüßen ist.

Unter welchen Voraussetzungen ist ein Bildungsrückstand zu bemerken?2021-11-08T05:21:34+01:00

Ein Bildungsrückstand infolge der Pandemie ist vor allem bei Kindern aus sozial schwächeren Familien zu bemerken, unter anderem, weil diese zuhause oft keine ausreichende Unterstützung bekommen (können). Es fehlen in diesen Fällen meist die die Vorbilder sowie die Unterstützung, die es ihnen ermöglicht oder sie animiert, sich das Wissen selbst anzueignen. Außerdem sind Kinder betroffen, welche ohne den persönlichen Kontakt mit Lehrenden Probleme haben, sich den Schulstoff selbst anzueignen.

Welche alternativen Herangehensweisen an Bildung könnten sich auch nach der Pandemie als zukunftsweisend herausstellen?2021-11-08T05:21:44+01:00

Die Fernlehre ist für manche Gruppen jedenfalls ein zukunftsweisendes Konzept, weil sie einen viel flexibleres Lernen ermöglicht als bisher. So können Studenten lernen, wann immer sie am besten lernen können. Sie können sich ihre Zeit viel besser einteilen, und werden auf diese Weise auch zur Selbständigkeit erzogen. Zudem können sie auch ortsunabhängig lernen.

Auch die Interaktion zwischen Lehrenden und Studenten kann weitgehend online stattfinden. Natürlich ist ein persönlicher Austausch manchmal hilfreich und wird auch in Zukunft in den meisten Fällen nicht völlig entfallen können.

Der große Vorteil bei der Fernlehre liegt aber in den bereitgestellten Videos, die so oft angesehen werden können, wie es notwendig ist, um den Stoff zu verstehen. Während in der Präsenzlehre der Stoff ein- bis zweimal erklärt wird und dann jene Studenten, die den Stoff noch nicht verstanden haben, auf sich selbst oder ihre Mitstudenten gestellt sind, ist im Falle der Fernlehre eine Erklärung per Video immer wieder aufrufbar. Da so die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Studenten in unterschiedlichen Bereichen berücksichtigt werden können, sind diese Videos als Lernunterstützung jedenfalls zukunftsweisend.

Gehören Schüler tatsächlich zu den am stärksten Geschädigten der Pandemie?2021-11-08T05:18:33+01:00

Dass auch Schüler zu den Geschädigten der Pandemie gehören, ist klar. Fraglich ist aber, ob sie zu den am stärksten Geschädigten der Pandemie gehören. Jene Schüler, die gerne in die Schule gehen und dieses Umfeld brauchen, um gut lernen zu können, sind sicher stärker geschädigt als jene, die sich in den eigenen vier Wänden wohler fühlen und dort auch besser lernen können. Zudem macht es auch einen erheblichen Unterschied, wie gut das E-Learning an der jeweiligen Schule umgesetzt wird. Ob die Schüler zu hause Unterstützung beim Lernen haben oder nicht, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Es kommt also auf die jeweiligen Schüler und deren Umfeld an, pauschal wird man jedenfalls nicht sagen können, dass die Schüler die am stärksten geschädigte Gruppe ist.

Wenn man sich nämlich beispielsweise Kleinunternehmer oder Selbständige ansieht, deren wirtschaftliche Existenz mit der Pandemie oder der Entscheidung des Lockdowns zerstört wurde, oder Arbeitnehmer, die in finanziell schwierigen Situationen plötzlich ohne Arbeit dastehen, wird man eingestehen müssen, dass es zahlreiche Personen gibt, die stärker geschädigt wurden als die meisten Schüler.

Entsteht im Bereich der Bildung eine Generation Corona?2021-11-08T05:18:35+01:00

Im Bereich der sozial Schwächeren ist das zu befürchten, wenn nicht darauf geachtet wird, dass die Qualifikationen der Schüler trotz der Corona-Situation Mindeststandards genügen müssen. Um sicherzustellen, dass keine Generation Corona entsteht, müssen die gleichen Mindeststandards gelten wie in den Jahren davor. Im Bereich der Matura und den Bedingungen zur Aufstiegsberechtigung in die nächste Klasse wurde einiges aufgeweicht, weil man Rücksicht auf die Sondersituation nehmen wollte. Das ist zwar verständlich, kann jedoch dazu führen, dass große Bildungslücken entstehen, die sich später rächen. Eine Generation Corona kann nur dann verhindert werden, wenn nicht aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft Leistungserfordernisse herabgesetzt werden. Insofern besteht die Gefahr einer Generation Corona im Bildungsbereich. Betroffen sind insbesondere jene, die sich den Schulstoff nicht selbst oder mit Hilfe ihrer Eltern aneignen könne.

Wie kann die Krisenresilienz von Unternehmen gestärkt werden?2021-11-08T05:18:40+01:00

Erstens sollte die Eigenkapitalausstattung gestärkt werden. Die steuerliche Bevorzugung von Fremdkapital führt zu einer geringen Eigenkapitalausstattung von Unternehmen, was wiederum zu einer geringen Krisenresilienz von Unternehmen führt. Abhilfe schafft hier eine steuerliche Gleichstellung von Fremd- und Eigenkapital. Um die Kapitalausstattung allgemein zu erhöhen, ist eine allgemeine Senkung der Abgabenbelastung sinnvoll. Erst das ermöglicht es Unternehmern, entsprechende Kapitalreserven aufzubauen, um auche eine Krise überstehen zu können.

Zweitens sollte die Politik glaubhaft klar machen, dass im Falle von Krisen die Politik und damit der Steuerzahler nicht bereit steht, um das Unternehmen zu retten. Mit anderen Worten: Die Problematik der Systemrelevanz muss durchbrochen werden. Diese führt nämlich zu moral hazard, bei welchem überhöhte Risiken eingegangen werden, weil der Schaden bei Verwirklichung der Risiken ohnehin (teilweise) durch staatliche Hilfen gedämpft wird. Erst, wenn Unternehmen glauben, dass solche Hilfen nicht gewährt werden, werden sie ihre unternehmerischen Risiken entsprechend anpassen und angemessene Puffer aufbauen.

Was bedeutet die Corona-Krise für die Arbeitswelt von morgen?2021-11-08T05:18:42+01:00

Auch im Bereich der Arbeitswelt spielt die Digitalisierung eine wesentliche Rolle. Man kann davon ausgehen, dass das Home Office in einigen Bereichen deutlich mehr Gewicht einnehmen wird als noch vor der Krise. Ebenfalls wahrscheinlich ist, dass traditionelle Arbeitsverhältnisse eine immer kleinere Rolle in der Arbeitswelt von morgen spielen werden. Es wird mehr auf Selbständigkeit gesetzt werden, weil dies mit dem Konzept des Home Office besser vereinbar ist als traditionelle Beschäftigungsverhältnisse. Das bedeutet auch, dass Löhne nicht primär auf Grundlage einer bestimmten Stundenanzahl, sondern auf Grundlage erbrachter Leistungen bezahlt werden. Arbeitsverträge könnten also Werkverträgen ähneln. Dadurch steigen zwar grundsätzlich die Löhne, gleichzeitig wandern Risiken tendenziell von Unternehmern auf Arbeitgeber. Von den Arbeitnehmern wird außerdem in Zukunft ein höheres Maß an Flexibilität gefordert werden, weil durch die wahrscheinlichen Veränderungen der Wirtschaft eine hohe Dynamik aller Wirtschaftsakteure verlangt wird.

Zudem wird mehr auf Automatisierung gesetzt werden, weil in diesem Fall das pandemische Risiko ein geringeres ist. Bei diesem Übergang werden natürlich einige Arbeitsplätze an Bedeutung verlieren, während neue Arbeitsplätze in anderen Bereichen entstehen. Es ist daher Flexibilität von den Arbeitnehmern gefragt, weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass der eigene Arbeitsplatz über die gesamt Erwerbskarriere bestehen bleibt. Dieses Erfordernis wurde aber tatsächlich schon von vielen Arbeitnehmern vorweggenommen, denn die Perspektiven in Bezug auf das Arbeitsleben auf Seiten der Arbeitnehmer haben sich bereits deutlich verändert.

In welche Richtung könnte sich die Wirtschaft von morgen entwickeln?2021-11-08T05:18:44+01:00

Durch Corona wurden Entwicklungen, die schon lange in Gang sind, dramatisch beschleunigt. Die Digitalisierung hat bereits vor der Pandemie für einige Veränderungen gesorgt, in der Pandemie hat sie einmal mehr ihre Vorzüge gezeigt: Die Nutzung von Online- und Versandhandel beim Kauf von Produkten, Streaming von Veranstaltungen, E-Learning, Kommunikationssoftware für Teammeetings und vieles weitere mehr demonstrieren eindrucksvoll, warum die Digitalisierung so wichtig ist und war, um die Schäden durch die Pandemie vergleichsweise klein zu halten.

Viele dieser Entwicklungen sind gekommen, um zu bleiben. Es sind jedoch nicht die einzigen Entwicklungen, die im Rahmen der Pandemie Auftrieb erhalten haben. Die Dezentralisierung, durch welche das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Akteuren verringert wird, ist durch die Krise in den Augen vieler Menschen wieder deutlich wichtiger geworden. Man sieht das an den vielen Initiativen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, aber auch an dem Aufschwung von Dezentralisierungstechnologien wie der Blockchain. Die Dezentralisierung ist eine Entwicklung, die sich gerade aus den Erfahrungen mit der Krise und den Schäden, die durch sie ausgelöst wurde, weiter verstärken wird.

Welche Arbeitsmodelle haben sich im Rahmen der Krise als krisenresistenter herausgestellt?2021-11-08T05:18:47+01:00

Home-Office-Modelle waren diejenigen, welche sich im Rahmen der Krise als weniger anfällig gezeigt haben. Allgemeiner waren diejenigen Arbeitsmodelle weniger betroffen, die nicht auf den persönlichen Kontakt mit Kunden oder Kollegen bzw. Maschinen am Arbeitsplatz angewiesen sind. Klarerweise sind diese Arbeitsmodelle nicht in allen Bereichen der Wirtschaft umsetzbar. So ist die industrielle Produktion im Home Office (zumindest derzeit) ebenso wenig möglich wie der Tourismus. Jene Unternehmen, die in anderen Bereichen tätig sind und stark auf die Digitalisierung, neue Technologien und Home Office gesetzt haben, mussten sich im Rahmen der Krise relativ wenig umstellen. Es wäre aber auch falsch, Home Office als Allheilmittel darzustellen: Das Wegfallen des persönlichen Kontakts beispielsweise kann sich negativ auf den Zusammenhalt der Mitarbeiter auswirken. Zudem kann die Dynamik und Kreativität unter dem fehlenden persönlichen Kontakt leiden.

Wie kann sichergestellt werden, dass wieder neue Arbeitsplätze geschaffen werden?2021-11-08T05:18:50+01:00