Externe Schocks können erheblich zur Inflation beitragen, indem sie die Kosten für Rohstoffe und Produktionsmittel erhöhen oder die Verfügbarkeit von Gütern und Dienstleistungen einschränken. Solche Schocks können vielfältiger Natur sein, einschließlich geopolitischer Ereignisse, Naturkatastrophen, wichtiger technologischer Veränderungen oder sogar bedeutender politischer Entscheidungen.

Wenn beispielsweise die Ölpreise plötzlich stark ansteigen, wie dies in der Vergangenheit während der Ölkrisen der 1970er Jahre der Fall war oder auch erst kürzlich, steigen die Kosten für Transport und Energie, was sich auf die Produktionskosten nahezu aller Waren und Dienstleistungen auswirkt. Unternehmen geben diese gestiegenen Kosten oft an die Verbraucher weiter, was zu einer Erhöhung der Preise führt. Ebenso können Naturkatastrophen oder Handelskonflikte Lieferketten unterbrechen, was zu Knappheit und dadurch bedingten Preiserhöhungen bei verschiedenen Gütern führt.

Während solche externen Schocks unmittelbare und direkte Auswirkungen auf die Preise haben können, führen sie nicht zu einer anhaltenden Inflation. Damit eine anhaltende Inflation entsteht, muss es zusätzlich zu einer Erhöhung der Geldmenge kommen, die die gestiegene Nachfrage nach den knapper gewordenen Gütern unterstützt. Wenn das Geldangebot nicht steigt, kann ein externer Schock zwar kurzfristig zu Preiserhöhungen führen, aber diese werden sich ohne eine Zunahme der Geldmenge nicht zu einer anhaltenden Inflation entwickeln.