Eines der grundlegenden Probleme war die Neigung vieler afrikanischer Staaten, ihre Haushaltsdefizite durch die Ausweitung der Geldmenge zu finanzieren. Diese Praxis führte zu einem Missverhältnis zwischen der verfügbaren Geldmenge und dem Volumen der produzierten Güter und Dienstleistungen, was einen signifikanten Anstieg der Inflation zur Folge hatte.

Die politischen Hilfen, oft mit dem Namen der Entwicklungshilfe, führten zu einer Kultur, in der man zunehmend davon ausging, Anspruch auf diese Hilfen zu haben. Dieses Anspruchsdenken und die aufgrund der Hilfen abnehmende Notwendigkeit für grundsätzliche Reformen führten zu einer Verfestigung der Korruption in vielen Ländern. Zudem führen die Hilfen dazu, dass private Investitionen weniger notwendig werden und deshalb weniger Anreiz da ist, auf private Investitionen zu setzen.

Die politische Instabilität und die häufig wechselnden Regierungen trugen zur Unsicherheit in der Wirtschaftspolitik bei, was das Vertrauen der Investoren und Unternehmer schwächte. Zudem waren und sind viele afrikanische Länder von einer einzelnen oder einer begrenzten Anzahl von Exportgütern abhängig, was sie anfällig für Preisschwankungen auf den Weltmärkten macht. Der Rückgang der Preise für diese Exportgüter führt oft zu einem Rückgang der Einnahmen aus Exporten, was die Fähigkeit der Regierungen, Haushaltsdefizite ohne Geldschöpfung zu finanzieren, weiter einschränkt. All das trägt dazu bei, dass die afrikanischen Länder ein hohes Geldmengenwachstum und – damit verbunden – eine hohe Inflationsrate haben.