Die große Depression ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Krisen der Wirtschaftsgeschichte. Ihr voran gingen die sogenannten “Roaring Twenties”, in denen unter dem starken Ausweiten der Geldmenge ein massiver Boom auf den Aktienmärkten erzeugt wurde. Weil jedoch das Erhöhen der Geldmenge die Preissignale verzerrt und deshalb vermehrt Fehlinvestitionen getätigt werden, kam es zu immer größeren wirtschaftlichen Problemen, die sich schließlich im Crash von 1929 entluden.

Was nun nötig gewesen wäre, ist eine Marktkorrektur, um die Fehlinvestitionen zu bereinigen. Sie wurde jedoch nicht zugelassen. Die Regierung Herbert Hoovers intervenierte massiv, legte zahlreiche “Public Works”-Programme auf. Das staatliche Budget stieg von 1929 bis 1933 um knapp 50% an. Es wurde vieles versucht, um die Wirtschaft anzukurbeln, was notwendigerweise bedeutet, dass eine Marktkorrektur nicht zugelassen werden durfte. Gefolgt auf die interventionistische Regierung Hoovers kam die Regierung Franklin Roosevelts, die den Interventionismus unter anderem mit dem “New Deal” noch verstärkte. Man stellte sich von staatlicher Seite zahlreichen – durch die vorangegangenen Fehlinvestitionen notwendig gewordenen – Marktkorrekturen in den Weg und verschwendete dabei Ressourcen, welche für diese Anpassungen gebraucht worden wären.

Deshalb dauerte die Große Depression etwa 15 Jahre an, während die (weniger bekannte) Depression von 1920-21 nach knapp 18 Monaten vorüber war. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Depressionen: In der Depression von 1920-21 wurde tatsächlich kaum von Seiten des Staates eingegriffen – die Marktkorrektur wurde weitestgehend zugelassen. Das ist die wichtigste Lehre aus der Großen Depression: Je weniger der Staat eingreift, desto schneller können die wirtschaftlichen Schäden aus der Geldmengenausweitung repariert werden.