Die Krise begann mit dem Vertrauensverlust in die Währungsstabilität mehrerer asiatischer Länder, was eine massive Kapitalflucht und die Abwertung der lokalen Währungen zur Folge hatte. Diese Währungsabwertungen hatten direkte inflationäre Auswirkungen, da die Importkosten stiegen.

Da ausländische Waren und Dienstleistungen teurer wurden, stiegen die Lebenshaltungskosten. Unternehmen, die auf Importe angewiesen waren, mussten ihre Preise erhöhen, um die gestiegenen Kosten zu decken, was zu weiteren Preissteigerungen führte.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise zu mildern, griff vor allem die indonesische Regierung zu einer expansiven Geldpolitik, also einer Ausweitung der Geldmenge. Diese Maßnahmen sollten die Wirtschaft stimulieren und die Kreditvergabe erleichtern. Allerdings sorgte die zusätzliche Liquidität in der Wirtschaft erst dafür, dass aus einem kurzfristigen inflationären Schock eine längere inflationäre Phase wurde. Andere von der Krise betroffene Länder erlebten einen starken, aber relativ kurzen Anstieg der Inflation.