Der VPI stützt sich auf einen ausgewählten Warenkorb, der repräsentativ für den Durchschnittsverbraucher sein soll. Allerdings wird dieser Warenkorb nur in bestimmten Intervallen aktualisiert. Dies führt dazu, dass der Index nicht zeitnah auf Veränderungen in den Verbrauchsgewohnheiten reagiert, was eine verzerrte Darstellung der tatsächlichen Inflation zur Folge hat.

Der VPI kann die Neigung der Verbraucher, auf Preisänderungen zu reagieren, indem sie teurere Produkte durch günstigere ersetzen, nicht vollständig einfangen. Dies führt zu einer Überschätzung der Inflation, wenn Verbraucher tatsächlich kosteneffizientere Kaufentscheidungen treffen.

Da der VPI oft auf nationalen Daten basiert, kann er regionale Variationen in den Preisen und Lebenshaltungskosten nicht immer angemessen abbilden, was zu Ungenauigkeiten in der Einschätzung der Inflationsraten in spezifischen Gebieten führt.

Der VPI konzentriert sich auf Konsumgüter und Dienstleistungen und lässt andere wesentliche Aspekte der Wirtschaft, wie Veränderungen in Investitions- und Produktionskosten, außer Acht, die ebenfalls wichtige Indikatoren für die Inflationsdynamik sein können.