Kontraktive Fiskalpolitik, die eine Reduzierung der Staatsausgaben oder eine Erhöhung der Steuern umfasst, zielt darauf ab, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu dämpfen und damit den Inflationsdruck zu verringern. Das Hauptproblem bei der Anwendung dieser Politik ist ihre politische Unbeliebtheit. Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen sind unpopulär, da sie die finanzielle Belastung für Bürger und Unternehmen erhöhen. Dies gilt insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, in denen solche Maßnahmen soziale Spannungen verschärfen und zu Widerstand führen können.

Das Timing und das Ausmaß der Politik sind ebenfalls wichtig. Fiskalpolitische Maßnahmen können Zeit brauchen, um Wirkung zu zeigen, und die Erkennung von Inflationstendenzen kann verzögert sein. Wenn die Politik zu spät umgesetzt wird, kann sie zu einer Zeit kommen, in der die Wirtschaft sich bereits abkühlt oder stabilisiert, was zu einer Überkorrektur führen und das Wirtschaftswachstum unnötig dämpfen kann.

Es ist außerdem zu beachten, dass kontraktive Fiskalpolitiken nur dann auf Dauer erfolgreich sein können, wenn sie von einer restriktiven Geldpolitik begleitet werden. Anzumerken ist ebenfalls, dass eine Kombination aus einer Senkung der Steuern und einer Senkung der Staatsausgaben positiv auf die Angebotsseite wirken kann, was über ein erhöhtes Angebot die Inflation senkt.