Wenn Zentralbanken die Geldmenge ausweiten und die Zinssätze niedrig halten, fördern sie die Kreditaufnahme und das Eingehen von Risiken. Dies kann zu vermehrten spekulativen Investitionen in verschiedenen Marktsegmenten führen, wie Immobilien, Aktien oder Rohstoffen.

Ein klassisches Beispiel ist eine Immobilienblase, die durch eine expansive Geldpolitik befeuert wird. Investoren strömen in den Markt und treiben die Preise in die Höhe. Die nun steigenden Preise locken weitere Investoren an, die Nachfrage und damit die Preise steigen weiter, die Blase wird größer. Wenn die Blase platzt, was unweigerlich geschieht, wenn die Preissteigerungen nicht mehr durch eine sich beschleunigende Geldmengenausweitung unterstützt werden, führt dies zu einer Wirtschaftskrise.

Hier ist zu berücksichtigen, dass die spekulative Nachfrage nicht zu einer breit angelegten Inflation führt, wenn die Geldmenge nicht erhöht wird. Die steigenden Kosten für die spekulative Nachfrage bedeuten bei gleichbleibender Geldmenge deflationäre Tendenzen in anderen Bereichen der Wirtschaft, was einen dauerhaften allgemeinen Preisanstieg unmöglich macht.