Die Einteilung der Inflation hinsichtlich der Preissteigerungsrate umfasst im Wesentlichen drei Hauptkategorien: schleichende Inflation, galoppierende Inflation und Hyperinflation.

Schleichende Inflation ist durch moderate und stetige Preissteigerungen gekennzeichnet, typischerweise im Bereich von ein bis zwei Prozent pro Jahr. Diese Inflationsrate wird von vielen Ökonomen als normal für eine wachsende Wirtschaft angesehen. Sie wirkt sich allmählich auf die Kaufkraft aus, ohne sofortige dramatische Auswirkungen auf die Wirtschaft oder das tägliche Leben zu haben. Zu Verzerrungen der Preissignale führt auch diese Inflation, allerdings sind diese Verzerrungen deutlich geringer als bei hohen Inflationsraten. Das wiederum bedeutet, dass auch die von diesen Verzerrungen ausgelösten Probleme oft leichter handhabbar sind.

Galoppierende Inflation bezeichnet eine deutlich höhere Inflationsrate, die in der Regel im zweistelligen Bereich pro Jahr liegt. Diese Form der Inflation führt zu schnellen und deutlich spürbaren Preiserhöhungen und kann die Wirtschaft destabilisieren. Sie beeinträchtigt die Ersparnisse, da der Wert des Geldes schnell sinkt.

Hyperinflation ist die extremste Form der Inflation, bei der die Preise unkontrolliert und in sehr kurzer Zeit astronomisch ansteigen. Sie kann zu täglichen oder sogar stündlichen Preisänderungen führen. Hyperinflation untergräbt das Vertrauen in die Währung, zerstört den Handel und die Wirtschaft und lässt das gesamte monetäre System eines Landes zusammenbrechen.