Eines der Hauptprobleme ist die oft vorherrschende Präferenz für kurzfristige politische Vorteile gegenüber langfristiger ökonomischer Stabilität. Politiker stehen unter Druck, Entscheidungen zu treffen, die ihre Wiederwahlchancen erhöhen. Das führt zu expansiven fiskalpolitischen Maßnahmen, die kurzfristig das Wirtschaftswachstum ankurbeln, aber mittel- und langfristig inflationäre Tendenzen verstärken und zu weiteren großen Problemen führen.

Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. In Ländern, in denen die Zentralbank nicht unabhängig ist, kann politischer Druck dazu führen, dass geldpolitische Entscheidungen getroffen werden, die nicht im besten Interesse der Inflationskontrolle liegen. Dies führt dann zu einer inflationstreibenden Expansion der Geldmenge.

Außerdem werden politische Entscheidungen durch Interessenkonflikte beeinträchtigt. Unterschiedliche soziale und wirtschaftliche Gruppen haben divergierende Interessen und üben ihren Einfluss aus, um Entscheidungen in eine Richtung zu lenken, die ihren eigenen Interessen dient, aber nicht unbedingt zur makroökonomischen Stabilität beiträgt.