Regionale Disparitäten führen dazu, dass ein landesweiter Inflationsindex die tatsächlichen wirtschaftlichen Bedingungen in verschiedenen Teilen des Landes nicht adäquat abbildet. Städtische Gebiete könnten beispielsweise durch höhere Wohnkosten gekennzeichnet sein, während ländliche Regionen andere Ausgabenstrukturen aufweisen. Diese Unterschiede in den Lebenshaltungskosten und im Konsumverhalten werden nicht korrekt durch einen einheitlichen Inflationsindex erfasst.

Dadurch liefert die nationale Inflationsrate ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Preisveränderungen, mit denen verschiedene Bevölkerungsgruppen konfrontiert sind. Diese Verzerrung beeinträchtigt wirtschaftspolitische Entscheidungen. Eine Zentralbank, die ihre Geldpolitik auf eine durch Durchschnittswerte undetaillierte Inflationsmessung aufbaut, könnte Fehlentscheidungen treffen, die sich negativ auf die Wirtschaft in verschiedenen Regionen auswirken.

Einheitliche Inflationsindizes könnten zudem regionale wirtschaftliche Unterschiede, die aus verschiedenen Wirtschaftsstrukturen resultieren, nicht angemessen widerspiegeln. Ein Beispiel dafür ist der Unterschied zwischen Regionen mit florierenden Technologieindustrien, die steigende Kosten verursachen, und solchen mit stabilen oder sinkenden Preisen aufgrund landwirtschaftlicher Produktivität.