Ein anhaltender Anstieg des Preisniveaus erschüttert das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaft und in ihre eigene finanzielle Zukunft. Mit steigenden Preisen kann die Sorge entstehen, dass das verfügbare Einkommen nicht ausreicht, um mit den Lebenshaltungskosten Schritt zu halten. Dies führt dazu, dass Verbraucher vorsichtiger werden, ihre Ausgaben reduzieren und vermehrt sparen, um sich gegen zukünftige finanzielle Unsicherheiten abzusichern. Eine solche Verhaltensänderung dämpft die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Allerdings spielt auch ein gegenläufiger Effekt eine Rolle. Die Erwartung weiter steigender Preise kann zu einer Vorverlagerung von Käufen führen, insbesondere bei langlebigen Gütern. Diese Reaktion steigert kurzfristig die Nachfrage und befeuert so die Inflation weiter. Darüber hinaus beeinflusst eine hohe Inflation die Sparneigung. In einem inflationären Umfeld verliert gespartes Geld an Kaufkraft, was die Anreize zum Sparen verringert. Auch das sorgt für einen kurzfristig erhöhten Konsum.

Schließlich führt die Inflation dazu, dass Verbraucher ihre Ausgaben stärker auf Grundbedürfnisse konzentrieren und weniger für Freizeitaktivitäten oder Luxusgüter ausgeben. Eine solche Verschiebung in den Ausgabenprioritäten verändert die Struktur der Nachfrage in der Wirtschaft.