Der dramatische Anstieg der Ölpreise, der durch geopolitische Ereignisse wie das arabische Ölembargo von 1973 und die Iranische Revolution von 1979 ausgelöst wurde, führte zu einem starken Anstieg der Produktionskosten in vielen Industrien und Wirtschaftssektoren. Dies führte unweigerlich zu einer Erhöhung der Endverbraucherpreise und stimulierte so die Inflation.

Öl dient nicht nur als Brennstoff, sondern auch als Rohstoff für eine Vielzahl von Produkten. Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise erhöhte die Betriebskosten für Unternehmen erheblich, insbesondere in Bereichen wie Transport, Produktion und Landwirtschaft. Diese Unternehmen gaben die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiter, was zu einem breiten Preisanstieg führte.

Das zumindest ist die Erzählung vieler Ökonomen. Was meistens nicht dazu gesagt wird: In den 70er Jahren und sogar schon davor ist die Geldmenge um knapp 10 Prozent pro Jahr gewachsen, was den explosiven Anstieg der Ölpreise und den nachfolgenden allgemeinen Preisanstieg erst möglich gemacht hat. Wäre die Geldmenge nicht gestiegen, hätte die Ölkrise einen kurzfristigen Anstieg der Ölpreise verursacht, der mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wirtschaftskrise, aber keinen allgemeinen Preisanstieg ausgelöst hätte.