Die Lohn-Preis-Spirale zeichnet sich durch einen sich selbst verstärkenden Zyklus aus, der in einem Wechselspiel zwischen steigenden Löhnen und Preisen mündet. Dieser Prozess beginnt üblicherweise mit Lohnerhöhungen, die als Reaktion auf gestiegene Lebenshaltungskosten erfolgen. Unternehmen reagieren auf diese höheren Lohnkosten, indem sie die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen anheben, was wiederum die Lebenshaltungskosten weiter erhöht und zu neuen Lohnforderungen führt, wodurch der Zyklus fortgesetzt wird.

Im Unterschied dazu werden oft andere Inflationsarten in das Land geführt. Beispielsweise die nachfrageinduzierte Inflation, die aus einem Ungleichgewicht entsteht, bei dem die Nachfrage das Angebot übersteigt, was zu einem allgemeinen Preisanstieg führt. Eine kosteninduzierte Inflation hingegen entsteht durch externe Kostentreiber, wie höhere Rohstoff- oder Energiepreise, die die Produktionskosten und somit die Verkaufspreise erhöhen.

Der wesentliche Unterschied liegt dieser Betrachtung zufolge in der zugrundeliegenden Dynamik. Die Lohn-Preis-Spirale ist ein endogener Prozess, der innerhalb der Wirtschaftsstruktur selbst entsteht, während andere Inflationsarten meist durch exogene Faktoren wie globale Wirtschaftsveränderungen, politische Entscheidungen oder natürliche Ereignisse beeinflusst werden.

Allerdings ist zu beachten, dass keine Inflation dauerhaft aufrechterhalten werden kann, wenn nicht gleichzeitig die Geldmenge erhöht wird. Das gilt auch für die Lohn-Preis-Spirale, die bei konstanter Geldmenge aufgrund von Budgetbeschränkungen zum Erliegen kommt.