Sektorale Inflation bezieht sich auf Preissteigerungen in einem spezifischen Sektor oder einer Branche. Diese kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel Angebotsengpässe, steigende Produktionskosten oder Veränderungen in der Nachfrage. Ein Beispiel hierfür ist ein Preisanstieg bei landwirtschaftlichen Produkten aufgrund von Missernten.

Aber auch Subventionen und staatliche Eingriffe können für sektorale Inflation sorgen, vor allem, wenn der Innovations- und Effizienzdruck durch diese Eingriffe abnimmt. Hierdurch leidet die Produktivität des Sektors mit zunehmender Dauer, was zu steigenden Preisen führt. Aus diesem Grund führen gut gemeinte Staatseingriffe oft zu sektoraler Inflation. Sektorale Inflation ist in ihrem Einflussbereich begrenzt und betrifft hauptsächlich die Preise der Produkte oder Dienstleistungen des betroffenen Sektors. Sie führt nicht zu einer allgemeinen Preissteigerung in der gesamten Wirtschaft.

Die Gesamtwirtschaftliche Inflation hingegen ist gekennzeichnet durch einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus über die gesamte Volkswirtschaft hinweg. Ausgelöst wird sie durch Geldmengenexpansion sowie kurzfristig auch durch überschüssige Nachfrage oder andere makroökonomische Einflüsse. Diese Form der Inflation wirkt sich auf eine breite Palette von Gütern und Dienstleistungen aus und beeinträchtigt somit die allgemeine Kaufkraft der Währung. Ein klassisches Beispiel ist ein allgemeiner Preisanstieg infolge einer expansiven Geldpolitik, die eine erhöhte Geldmenge im Umlauf bringt.