Die Messung der Inflation wird üblicherweise von Regierungsbehörden wie einem statistischen Amt oder ähnlichen Institutionen in verschiedenen Ländern durchgeführt. Zur Messung der Inflation nutzen diese Behörden in der Regel den Verbraucherpreisindex (VPI) oder ähnliche Indizes. Der VPI misst die durchschnittliche Preisänderung über die Zeit hinweg für einen Warenkorb, der repräsentativ für die Ausgaben eines durchschnittlichen Haushalts sein soll. Dieser Warenkorb umfasst typischerweise Güter und Dienstleistungen wie Lebensmittel, Bekleidung, Wohnung, Freizeit und Bildung.

Die Zusammensetzung des Warenkorbs wird regelmäßig aktualisiert, um Änderungen in den Verbrauchergewohnheiten widerzuspiegeln. Der VPI wird als Indexzahl ausgedrückt und zeigt an, wie sich die Preise im Vergleich zu einem Basisjahr verändert haben. Ein Anstieg des VPI deutet auf eine Inflation hin, während ein Rückgang eine Deflation anzeigt.

Neben dem VPI berechnen die Regierungsbehörden auch andere Indizes wie den Erzeugerpreisindex, der die Preisänderungen auf der Ebene der Produzenten misst, und den Großhandelspreisindex, der die Preisänderungen auf der Großhandelsebene erfasst. Diese Indizes helfen, ein umfassenderes Bild der Inflation in verschiedenen Wirtschaftssektoren zu erhalten.