In den sanktionierten Staaten führen Handelsbeschränkungen und verringerte Investitionen oft zu einem Mangel an Importgütern und einem Anstieg der Preise für diese Güter. Insbesondere bei wichtigen Waren und Dienstleistungen kann dies zu spürbaren Preissteigerungen führen. Die Situation verschärft sich, wenn das sanktionierte Land versucht, die negativen wirtschaftlichen Effekte durch eine Ausweitung der Geldmenge zu kompensieren, wodurch aus einem kurzfristigen inflationären Schock eine andauernde Inflation wird.

Die Auswirkungen von Sanktionen sind jedoch nicht auf die sanktionierten Länder beschränkt. Länder, die Sanktionen verhängen, können ebenfalls betroffen sein, besonders wenn sie zuvor intensive Handelsbeziehungen mit den sanktionierten Staaten unterhielten. Ein Beispiel dafür sind steigende Energiekosten, wenn etwa importierte Rohstoffe wie Öl nicht mehr verfügbar sind. Dies kann die Produktions- und Lebenshaltungskosten erhöhen und inflationären Druck erzeugen.

Global gesehen können Sanktionen weitreichende Folgen haben. Die Umleitung von Handelsströmen und die Suche nach neuen Handelspartnern können Preisverschiebungen auf globalen Märkten verursachen und dadurch unterschiedliche Inflationsauswirkungen in verschiedenen Ländern haben. Diese Veränderungen im internationalen Handel führen zu einem komplexen Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, das wiederum Preise auf lokalen und globalen Märkten beeinflusst.