Inflation bedeutet nichts anderes als einen Rückgang der Kaufkraft des Geldes, was bedeutet, dass mit der gleichen Geldmenge weniger Waren und Dienstleistungen gekauft werden können, als dies zuvor möglich war. Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung: Angenommen, Sie könnten mit 10 Euro fünf Brote zu je 2 Euro kaufen. Wenn infolge der Inflation der Preis eines Brotes auf 2,50 Euro steigt, können Sie mit den gleichen 10 Euro nur noch vier Brote erwerben. Obwohl der Nominalwert Ihres Geldes unverändert bleibt, hat sich sein realer Wert verringert, da seine Kaufkraft abgenommen hat.

Die Auswirkungen der Inflation spiegeln sich in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft wider. Löhne, Ersparnisse und feste Einkommen verlieren an Wert, wenn sie nicht mit der Inflationsrate Schritt halten. Dies bedeutet, dass das reale Einkommen sinkt, und die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die mit diesem Einkommen erworben werden können, nimmt ab. Insbesondere Personen mit festem Einkommen, wie Rentner, sind von Inflation stark betroffen, da ihre Einkommensströme oft erst im Nachhinein an die Preissteigerungen angepasst werden, was ihren Lebensstandard reduziert. Ebenso erleiden Sparer einen Verlust des realen Werts ihrer Ersparnisse.

Inflation erodiert also schleichend den Wert der Währung und verändert das Verhalten von Verbrauchern und Anlegern. Menschen suchen nach alternativen Wegen, um den Wert ihres Geldes zu erhalten, wie beispielsweise in Form von Investitionen in Sachwerte, die weniger anfällig für Inflation sind. Dieser Prozess führt zu einer Veränderung des wirtschaftlichen Verhaltens und zu risikoreichen Entscheidungen, die in einem stabilen Preisumfeld nicht getroffen worden wären.