Einkommensschwächere Gruppen sind in der Regel stärker von Inflation betroffen. Diese Haushalte verwenden einen größeren Anteil ihres Einkommens für Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wohnen und Transport. Preissteigerungen in diesen Bereichen belasten ihr Budget erheblich, da sie oft wenig finanziellen Spielraum haben. Dies führt zu einem Rückgang ihrer realen Kaufkraft und kann ihren Lebensstandard verschlechtern.

Mittlere Einkommensgruppen spüren ebenfalls die Auswirkungen der Inflation, besonders wenn ihre Einkommenszuwächse hinter der Inflationsrate zurückbleiben. Sie müssen möglicherweise Ausgaben anpassen, um höhere Kosten zu bewältigen, was das verfügbare Einkommen für nicht-essentielle Güter und Dienstleistungen reduziert. Außerdem können die mittleren Einkommensgruppen die Inflation dann am stärksten von allen Gruppen spüren, wenn zur Bekämpfung der Inflation umverteilt wird. Den einkommensschwachen Gruppen wird der Verlust durch die Inflation – großteils auf Kosten der mittleren Einkommensgruppen – ersetzt.

Höhere Einkommensgruppen spüren in aller Regel die Auswirkungen der Inflation weniger stark, da sie einen kleineren Anteil ihres Einkommens für Grundbedürfnisse ausgeben und oft in Anlagen investieren, die (weitgehend) vor den Auswirkungen der Inflation schützen. Allerdings werden auch sie von der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit als Folge der Inflation bedroht: Ein Unternehmer beispielsweise steht verzerrten Preisen gegenüber, und bei Fehlentscheidungen auf Grundlage dieser Verzerrungen ist das Risiko einer Insolvenz hoch.