Bei einer chronischen Inflation hält die Inflation über einen längeren Zeitraum an und entwickelt sich zu einem beständigen Merkmal der Wirtschaft. Bei chronischer Inflation steigen die Preise kontinuierlich und vorhersehbar. Diese Art der Inflation ist oft tief in der Wirtschaftsstruktur verwurzelt und wird durch eine anhaltende Geldmengenausweitung verursacht. In einer Wirtschaft mit chronischer Inflation passen sich die Akteure – Verbraucher, Unternehmen und Arbeitnehmer – an die kontinuierlich steigenden Preise an, indem sie regelmäßig Löhne und Preise erhöhen. Das Problem einer solchen chronischen Inflation ist die andauernde Verzerrung von Preissignalen, was zu Fehlinvestitionen, einer geringeren Effizienz und Produktivität führt.

Intermittierende Inflation hingegen ist durch ihre Unregelmäßigkeit und Unvorhersehbarkeit gekennzeichnet. Sie tritt in Form von unregelmäßigen Preisschüben auf, die oft durch temporäre Faktoren wie Angebotsschocks, politische Entscheidungen oder Veränderungen in der Geldpolitik ausgelöst werden. In Perioden intermittierender Inflation wechseln sich Phasen stabiler Preise mit Phasen schneller Preiserhöhungen ab. Diese Art der Inflation kann zu Unsicherheit bei Wirtschaftsakteuren führen, da sie weniger vorhersehbar ist und die Planung für Unternehmen und Haushalte erschwert. Gleichzeitig ist hier aber auch die Chance größer, dass Fehler aufgrund von Verzerrungen nicht überhand nehmen, da diese in unregelmäßigen Abständen korrigiert werden können bzw. müssen.